Teilprojekt 2 / Unterprojekt: Erzähl mir deine Geschichte

Weltkarte_Erzähl mir deine Geschichte
Weltkarte im Foyer
Erzähl mir deine Geschichte

Unterricht: Englisch, Grundkurs (Jahrgang 11-12)

Projektleiterin: Bianca Münch

Projekt: Erzähl mir deine Geschichte

1.         Durchführung des Projektes 

Schülerinnen und Schüler der heutigen Jahrgangsstufe 13 haben sich im Laufe der letzten beiden Schuljahre intensiv mit der Schulgemeinschaft der IGS Stromberg auseinander gesetzt.

Zu Beginn des Projektes wurde ein Fragenkatalog entwickelt, mithilfe dessen wir die Geschichten unser Schulmitglieder in Erfahrung bringen wollten. Ziel war es, von möglichst vielen Menschen mit Migrationshintergrund – unabhängig davon, welche Generation nach Deutschland kam – ihre ganz persönliche Geschichte zu erfahren. Die Teilnehmer wurden entweder persönlich von einem der Projektteilnehmer interviewt oder hatten Gelegenheit, zu Hause einen Fragenbogen auszufüllen. Diese Möglichkeit wurde rege genutzt, da viele der vor allem jüngeren Schülerinnen und Schüler gar nicht so genau über die Migrationsumstände ihrer Familie Bescheid wussten. Alle Ergebnisse wurden am Ende verarbeitet, übersetzt und schließlich vor Ort vorgestellt. 

2.         Ergebnisse und Fazit 

Die Interviews und Fragebögen sind mittlerweile in Geschichten umgewandelt, die das Lesen erleichtern und einen persönlichen Zugang eröffnen. Diese befinden sich als Blickfang im Foyer unserer Schule und erfreuen sich großem Interesse, denn sie bieten nicht nur Interessantes zum Lesen, sondern auch eine visuelle Orientierung. Die auf Deutsch und Englisch verfassten Geschichten sind auf laminierten Karten mit einer Schnur verbunden, welche über das Ursprungsland der Familie mit Stromberg in Deutschland verbunden sind. So kommen auf der mehrere Quadratmeter großen Weltkarte alle Geschichten in unserer Schule zusammen. 

Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnte dieses Projekt vor den Sommerferien erfolgreich präsentiert werden. Es handelt sich hierbei jedoch um ein offenes, sich stetig weiterentwickelndes Gebilde, denn jedes neue Mitglied der Schulgemeinschaft kann jederzeit seine oder ihre Geschichte ergänzen. 

Für die Interviewten selbst war es teilweise eine Entdeckungsreise in die Vergangenheit ihrer Familie. Viele Schülerinnen und Schüler haben Dinge über sich selbst erfahren und konnten bis dahin unbekannte Parallelen zu Mitschülern ziehen. Dies bot viele Gesprächs- und Diskussionsanlässe, sowohl im Unterricht als auch in den Pausen oder Freistunden beim Studieren der Weltkarte. 

Die Projektteilnehmer haben durch positive als auch negative Erfahrungen viel gelernt. So sind einige von ihnen anfangs auf Widerstand durch Lehrkräfte oder Desinteresse seitens der Schülerschaft gestoßen. Mit etwas Unterstützung konnte jedoch Widerstand gebrochen und Interesse geweckt werden. Des Weiteren musste die Projektgruppe technische und grafische Herausforderungen meistern und in relativ großem Rahmen Absprachen treffen und einhalten. 

Durch den Shutdown konnte der zweite Teil des Projektes, welcher sich der „Migration von Ideen“ widmen sollte, nicht mehr durchgeführt werden. Dies wird nun im Laufe des aktuellen Schuljahres von einer anderen Lerngruppe aufgegriffen und bearbeitet. Somit ist das Erasmusprojekt zwar offiziell beendet, Spuren davon werden uns aber auch in Zukunft begleiten.